Der Heilige Berg Athos

Seit der Antike wird der östliche Finger der makedonischen Halbinsel Chalkidiki Athos genannt. Besser bekannt ist er jedoch unter dem Namen „Heiliger Berg“ (gr. Agion Oros), da die Mönche in den 20 Großklostern, den viele Mönch-Skiten und den Hütten von Agion Oros ihr Leben der Verehrung Gottes gewidmet haben. Auf dem Heiligen Berg geben sich Religiosität und Byzanz die Hand, da verschiedene byzantinische Kaiser ihr Wirken mit der Mönchsrepublik verbunden haben. Die Bezeichnung der Region als „Heiliger Berg“ stammt von Kaiser Alexios I. Komnenos, der 1144 vermutlich auf Ersuch einer Gruppe von Christen ein Edikt erließ, das alle Bürger des Byzantinischen Reichs dazu verpflichtete, den Athos „Heiligen Berg“ zu nennen. Die Bezeichnung hat sich seit dieser Zeit etabliert und ist noch heute vom griechischen Volk in Gebrauch.

 

Die bereits seit 1.200 Jahren existierende Klostergemeinschaft ist heute die größte Mönchsrepublik der christlichen Welt. In der Vergangenheit, als die religiöse Identität der Menschen stärker war, lebten 6.000 Mönche auf dem Heiligen Berg. Heute sind es nur noch 1.500 Mönche, die dort leben und zur Errettung ihrer Seele ihr Leben dem Gebet, der Lobpreisung Gottes und der Instandhaltung der Klöster widmen. Die meisten unter ihnen sind Griechen, weitere ca. 300 kamen aus anderen Ländern, wie Serbien, Russland, Rumänien und Bulgarien. Viele der Mönche sind hoch gebildete junge Männer, die das von Stress und Sorgen geplagte weltliche Leben hinter sich ließen, um ein besonnenes Leben zu führen.

Diese jungen Mönche tragen heute zur Wiederbelebung des Heiligen Berges bei, der in den letzten Jahrzehnten in Vergessenheit zu geraten schien.
Wer vorhat, den Heiligen Berg zu besuchen, muss erstmal die Genehmigung der „Hiera Epistasia“ erhalten, die ihm eine Aufenthaltserlaubnis (Diamonitirion) ausstellen wird. Es handelt sich um ein mit dem Stempel des Heiligen Berges und den Unterschriften der vier Vorsitzenden der „Hiera Epistasia“ versehenes offizielles Schriftstück, das Einreise und Aufenthalt auf dem Heiligen Berg erlaubt und die Klosterverwaltung darauf hinweist, die Besucher gastfreundlich aufzunehmen.
Sobald Sie das Diamonitirion in Ihren Händen haben, sind fast alle Formalitäten für Ihre Reise auf den Heiligen Berg erledigt. Die Betonung liegt auf fast, denn Sie müssen sich noch um eine letzte Sache kümmern: Sie müssen Frau und Kinder zurücklassen.

Nach einer eisernen Regel, die vom Konvent der Abteien getroffen wurde und im Jahr 1046 mit einer Verordnung des byzantinischen Kaisers Konstantin IX. Monomachos ratifiziert wurde, ist es verboten, dass Frauen und Kinder den Boden des Heiligen Bergs betreten oder sich auch nur in einem Abstand von 500 Metern der Athosküste nähern…

 

 
       

Eine Reise in die byzantinische Vergangenheit

Wie kaum eine zweite Reise vermittelt ein Besuch auf dem Heiligen Berg Athos in eindringlichster Weise die Religiosität und den Mystizismus von Byzanz; denn in den altehrwürdigen Klöstern von Athos ist die Zeit vor vielen Jahrhunderten stehen geblieben. Damit gleicht unser Aufenthalt auf dem Heiligen Berg einer bezaubernden Reise in die byzantinische Vergangenheit.

Auf der offiziellen Website des Heiligen Berges www.inathos.gr erhalten Sie Informationen zu Einreise, Unterkunft und Geschichte des Athos.
Sehr informativ und hilfreich ist auch der Reisebericht bei www.bergathos.de.
 

 
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